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Xiaomi Mi Band | Fitnesstracker – Schrittzähler

Seit einigen Tagen habe ich nun das Xiaomi Mi Band in Einsatz und kann bestätigen: Günstiger kann man seine Schritte nicht zählen. Je nach Angebot ist es bereits ab 20 Euro zu haben. Sieht stylisch aus und macht Lust auf Bewegung.

Ich habe das Mi Band über einen Arbeitskollegen bestellt und mich im Vorfeld nicht wirklich darüber informiert. Aus diesem Grund habe ich mich noch mehr gefreut, als ich das Ding in den Händen gehalten habe. Es hat mir auf den ersten Blick gefallen.

Das Mi Band besteht aus einem kleiner Sensor, welcher in ein schwarzes Kunststoff-Armband eingedrückt wird. Auf der Metalloberfläche des Sensors befinden sich drei Status LEDs. Diese erfüllen mehrere Zwecke, dazu jedoch gleich noch mehr. Der Sensor ist länglich und fügt sich sehr gut in die schlanke Erscheinung des Armbandes ein. Das Silikonarmband ist 8-fach verstellbar und sollte sich jedem Träger gut anpassen. Als Sicherungsschutz für den Fall dass sich das Armband lösen sollte, verfügt das Mi Band über eine Sicherungsöse, sodass man es nicht sofort verliert.

Beim Armband kann man zwischen verschiedenen Farben auswählen, das Material Kunststoff bleibt immer gleich. Für den alltäglichen Einsatz würde ich eines aus Leder bevorzugen, jedoch ist ein Kunststoffarmband wesentlich vielseitiger und vor allem beim Sport das weitaus bessere Material.

Im Gegensatz zu einigen anderen Fitnesstrackern kommt das Mi Band ohne Display aus, bzw. der Träger muss ohne Display und so z.B. ohne Uhr auskommen. Für mich ist dieser Punkt unwichtig, da ich seit einigen Jahren keine Uhr trage und mich daran gewöhnt habe, mein Handy bzw. Smartphone als Uhr zu benutzen.

Das Mi Band kann mit einer IP67 Zertifizierung aufwarten und soll bis zu einer Tiefe von einem Meter wasserdicht sein. Für die Dusche somit auf jeden Fall ausreichend – bei einem mehr oder weniger ausgiebigem Tauchausflug würde ich es dann doch lieber zuhause lassen.

Neben der primären Funktion des Schrittzählens kann das Mi Band noch ein wenig mehr.

Um diese Funktionen, wie auch die andere Funktion nutzen zu können, muss man die jeweils passende App auf dem Smartphone installieren. Mittlwerweile gibt es die App auch für iOS, nachdem die App für Android bereits zur Markteinführung zur Verfügung stand. Eine deutsche Version ist noch nicht verfügbar, sondern steht nur in englisch zur Verfügung. Zu Beginn ist es mit häufiger passiert, dass die App die Verbindung zum Mi Band oftmals bei Synchronisieren verloren hat. Nach dem letzten Update der Mi Fit App auf Version 1.0.37 sowie eines Firmwareupdates des Mi Band auf Version 1.0.9.12 tritt dieser Fehler nur noch sehr vereinzelt auf.

Eingehende Anrufe signaliseren
Mittels einer LowerBluetooth Verbindung signalisiert das Mi Band via Vibration und aufleuchter der mittleren LED einen eingehenden Anruf. Das Pairring des Armbandes mit dem iPhone war bei mir etwas hackelig, hat jedoch am Ende geklappt. Als Zeitspanne lässt sich zwischen 3 – 30 Sekunden alles einstellen, ein praktisches Feature.

Schlafmonitoring
Das Mi Band während der Nacht getragen, zeichnet es die verschiedenen Phasen, sowie Einschlaf- und Aufwachzeit auf. Während des Schlafes unterscheidet Tief- und Halbschlafphasen und kann Wachperioden gut erkennen. Die Einschlafzeiten, bzw. Aufwachzeiten stimmen mit meiner Warnnehmung überein, soweit man dies sagen kann.

Akkulaufzeit von 30 Tagen
Mit dieser Angabe wirbt zumindest Xiaomi und bislang kann ich dies zwar noch nicht bestätigen jedoch neige ich stark dazu, diese Aussage wirklich stimmt. Gestartet mit ca. 77% habe ich nach vier Tagen noch 70%, es sollte also klappen. Im Gegensatz zu anderen Schrittzählern ein unglaublicher Wert! Zum Laden des fest verbauten Akkus kann man diesen mit ein wenig Gefühl aus dem Armband drücken und in der mitgelieferten Ladeschale an jedem USB laden.

Einstellbare Lichtfarbe
Die drei LEDs auf der Vordeseite kann man in vier verschieden Farben einstellen. Zur Wahl stehen Blau, Grün, Orange und Rot. Die Farben sind jedoch etwas blass, könnten etwas mehr strahlen – eigenlich jedoch auch überbewertet. Mir hätte ich nur eine genügt.

Band finden
Um das Band schneller wiederfinden können, kann man es über die App orten. Ok, orten ist der falsche Ausdruck. Per App kann man das Mi Band vibireren lassen, die lautlose Paging-Funktion, die man bereits von Mobiltelefonen kennt. Dies funktioniert natürlich nur, wenn das Band irgendwo in der Nähe ist. Trotzdem kann es sinnvoll sein – ein nützliches Feature, welches ich noch nicht genutzt habe.

Wecker
Über die App kann man drei Weckzeiten einstellen, welche sich in einzeln definierbaren Intervallen feinjustieren lässt. Zu der angegebenen Zeit vibriert das Armband sanft. Es gibt die „Early-Bird“ Funktion, welche 30 Minuten vor der eigentlichen Weckzeit weckt. Ob es dann auch eine etwaige Tiefschlafphase unterbricht, kann ich nicht sagen, bzw. auch nicht feststellen.

Konnektivität
Das Mi Band lässt sich als Datenquelle der App Health benutzen, sodass die Daten dort zusätzlich angezeigt werden. Dies ist ganz nützlich, da man im Normalfall das iPhone doch öfter mal liegenlässt und die Schritte so trotzdem aufgezeichnet werden. Die Mi Fit App liefert jedoch die besseren und aussagekräftigeren Statistiken.

Fazit: Günstiger Fitnesstracker

Xiaomi hat mit dem Mi Band den Fitnesstracker nicht neu erfunden, liefert aber ein rundrum gelungenes Gerät ab. Es konzentriert sich auf seine Hauptaufgabe des Schrittzählens und bietet zwei, drei praktische Zusatzfunktionen. Das Design ist schlicht und funktional. Die App bietet alle nötigen Funktionen, ist aber nicht so umfangreich wie bei Konkurrentprdukten, mit einem Preis von 20€ jedoch kompromisslos.

Update
Die Akkulaufzeit stimmt – nach nun fast 26 Tagen habe ich das Mi Band das erste mal an die Ladebuchse gesteckt. Ausgehend von einem Ladestand von 70% und dauerhafter Bluetooth-Verbindung und regelmäßigem Einsatz des Weckers sowie Signalisierung eingehender Anrufe, ist es unglaublich, dass es erst nach 26 Tagen geladen werden muss.

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